Wie lange ist eine Anwendung von Nikotinpflastern bei PAIS erforderlich/sinnvoll?

Kategorie: Therapieablauf

Jede der etwa 10 Billionen Zellen im menschlichen Körper verfügt über Azetylcholin-Rezeptoren und kann daher von einer viralen Blockade betroffen sein – wie es in der Hypothese beschrieben ist.

Je nach individuellem Blockademuster kann die Anwendungsdauer unterschiedliche Zeiträume in Anspruch nehmen, da die Erreichbarkeit der Zellen durch das Blut (somit auch die Verfügbarkeit des Nikotins an den Zellen) nicht identisch ist.

Generell sollte das Kleben der Nikotinpflaster bis zu einer deutlichen Symptomverbesserung erfolgen. Die anfangs empfohlenen Pausen von 3 bis 5 Tagen sind wahrscheinlich nur bei sehr wenigen Einzelfällen sinnvoll, da die Rezeptoren gegebenenfalls unter Dauerstimulation an Sensibilität verlieren könnten. Dies betrifft jedoch nur wenige Varianten der vielen verschiedenen Rezeptorengruppen, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Wirkverbesserung durch regelmäßige Pausen in den meisten Fällen eher nicht zu erwarten ist.

Zur Klebedauer lässt sich im Moment nur sagen, dass diese sehr individuell ist. Hier empfiehlt sich eine Orientierung an der Verträglichkeit und am Therapiefortschritt. Im Hinblick auf die Vielzahl der Rezeptoren ist im Regelfall eine lange Dauer notwendig.

Optimalerweise findet die Anwendung der Nikotinpflastertherapie unter ärztlicher Begleitung statt – es handelt sich immerhin noch um eine nicht evidenzbasierte Hypothese, wenn auch mit beachtlichen Ergebnissen.

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